Physiotherapie/Krankengymnastik

Seit ca 10 Jahren wird Krankengymnastik durch die umfassendere Berufsbezeichnung Physiotherapie ersetzt ( beeinhaltet auch physikalische Maßnahmen wie Wärme, Elektrotherapie..)

Der griechische Wortteil "Physio" bedeutet natürlich. Die Physiologie ist die Lehre von den normalen körperlichen Lebensvorgängen. Physiotherapie ist somit die gezielte Behandlung gestörter physiologischer Funktionen. Physiotherapie nutzt physiologische Anpassungsmechanismen im Körper, um Wirkung zu erzielen.

 

In der Physiotherapie geht es – von den antiken Ursprüngen einmal abgesehen – seit nahezu 100 Jahren um Behandlung. Als natürliches Heilverfahren nutzt Physiotherapie die passive (durch äußere Kräfte, wie zum Beispiel den Therapeuten geführte) und aktive (selbständig ausgeführte) Bewegung des Menschen zur Heilung von und Vorbeugung vor Erkrankungen. Damit ist die Physiotherapie eine Alternative oder sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen und operativen Therapie.

Die dreijährige Ausbildung zum staatlich anerkannten Physiotherapeuten ist gesetzlich geregelt und die Berufsbezeichnung geschützt.

Bewegung ist eine Grundfähigkeit des Lebens. Auf der Grundlage der ärztlichen Diagnose werden Therapieziele zur Erhaltung, Wiederherstellung und Verbesserung von gestörter Funktion und Leistungsfähigkeit des Gesamtorganismus angestrebt.

Die Untersuchung und Behandlung des Physiotherapeuten orientiert sich grundsätzlich am individuellen Problem des Patienten. Ein Therapieplan bestimmt die Maßnahmen in Abhängigkeit von den in den Heilmittelrichtlinien definierten Therapiezielen. Die Therapieziele ergeben sich einerseits aus Körperfunktionen, anderseits aus anatomischen Strukturen, an denen die Physiotherapie wirken soll.